Projekt: Unterrichtsbegleitung von Flüchtlingskindern

 

Die Bereiche der humanitären Hilfeleistung  sind ein stetig wachsendes Betätigungsfeld für das Österreichische Rote Kreuz, nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland.

 

Die dafür eingesetzten personellen und materiellen Ressourcen an der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Steyr-Stadt sind kontinuierlich gewachsen, in letzter Zeit sogar sprunghaft aufgrund der aktuellen Zuwanderung.

 

Auch im Bereich der Pflichtschulen, wo das Rote Kreuz durch seine Jugendorganisation (ÖJRK) seit jeher stark präsent ist, hat sich eine Bedarfssituation entwickelt, auf die von Seiten der RK-Bez.St. Steyr-Stadt relativ frühzeitig reagiert wurde.

 

Zwar ist der Zugang zur Pflichtschulausbildung für die in Österreich aufwachsenden Kinder überhaupt kein Problem,  jedoch die Chancen einer erfolgreichen und weiterführenden Nutzung des hervorragenden Bildungsangebotes sind sehr unterschiedlich, und manche Kindern können ohne zusätzlicher  Hilfe von diesem Angebot nur wenig oder keinen Gebrauch machen.

 

Das war der Ansatzpunkt, um in Abstimmung  mit dem Bezirksschul-Inspektorat und der VS-Direktion  der „Punzerschule“ im Schuljahr 2013/14 erstmals einen sogenannten Lerntreff zu etablieren, in dem eine Gruppe von 10-!2  Volksschülern/Innen  an 2 Nachmittagen pro Woche bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben von erwachsenen Freiwilligen des Roten Kreuzes unterstützt werden.

 

Die günstige Einflussnahme auf den Lernerfolg der Lerntreff-Kinder, insbesondere auf deren Sprachentwicklung in Deutsch, waren der Anlass für VS-Direktorin Eva Anselgruber, die seit Jänner 2016 stattfindende  Zuteilung von nicht Deutsch sprechenden Kindern unterschiedlicher Nationalität einem der  im Lerntreff tätigen Freiwilligen zu melden. Damit verbunden war die Bitte, für diese Kinder eine Unterrichtsbegleitung  im Ausmaß von 9 Unterrichtseinheiten pro Woche zu organisieren.

 

Im Einvernehmen mit der Bezirksschulinspektorin und der RK-Bezirksleitung  von Steyr-Stadt ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit ein Team von 10 freiwilligen Unterrichtsbegleitern/Innen aufzustellen, die sich seit Beginn des 2.Semesters nach den Direktiven der Klassenlehrerinnen mit den Kindern befassen, um mit ihnen das Verstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben in Deutsch zu trainieren.

 

Wie aus den nachstehenden Rückmeldungen von 2 Unterrichtsbegleiterinnen nach ihrem ersten Einsatz hervorgeht, dürfte  diese neue Herausforderung bei  allen  Beteiligten gut angekommen sein:

 

Habe heute meinen 1. Einsatz in der Schule gehabt - es hat alles bestes funktioniert, die Kinder sind sehr angenehm, aufgeweckt  und lernwillig, auch seitens der Lehrerinnen gab es volle Unterstützung und Dankbarkeit für die Hilfe. Freue mich schon auf meinen nächsten Einsatz, habe auch von meinen Kolleginnen (Bettina und Renate) nur positive Rückmeldungen erhalten.

 

 

 

„……bin freudig und positiv vom Lehrkörper sowie von den Kindern aufgenommen worden. Die Materialien werden von den Lehrerinnen bereitgestellt und mir wurde auch mitgeteilt, welche Übungen ich mit den Kindern machen soll/kann. War in der großen Pause mit den Kindern im Hof. Die Kinder sind froh, wenn sich wer mit ihnen beschäftigt. Mir macht es große Freude und bin froh dabei zu sein.“